Entdecke Neuseeland: 7 spektakuläre Ziele fernab der Massen

Mach es nicht wie alle anderen: Entdecke Neuseeland mit den Geheimtipps des australischen Reiseautoren Craig Tansley

Der Fjord Doubtful Sound – abgeschieden und unberührt

Der Fjord Doubtful Sound – abgeschieden und unberührt

Kategorie Schönste Strände

Datum 23/12/2016

Es ist kein Geheimnis, dass man in Neuseeland einige der atemberaubendsten Landschaften der Welt und eine äußerst vielfältige Tier- und Pflanzenwelz findet – als Mutter Natur dieses abgeschiedene Paradies im Südpazifik schuf, hat sie sich fraglos selbst übertroffen. Das Land besteht aus zwei Inseln mit den nüchternen Namen Nordinsel und Südinsel sowie aus vielen kleineren Inseln.

Neuseeland erfreut sich bei Reisenden großer Beliebtheit: Jedes Jahr landen hier rund 3,3 Millionen Besucher, die vor allem von Orten wie Queenstown, dem Milford Sound und Marlborough angezogen werden.

Wir zeigen dir einige weniger bekannte (und besuchte) Orte – von abgelegenen Stränden und Wanderwegen bis hin zu Vogelparadiesen – damit du das Land abseits der ausgetretenen Pfade und Touristenmassen entdecken kannst.

Nordinsel

Coromandel Peninsula

Erkunde die Tunnel und versteckten Fußwege der Karangahake Gorge
Erkunde die Tunnel und versteckten Fußwege der Karangahake Gorge © russellstreet

Auf die Halbinsel Coromandel zieht es viele Einheimische, die dem hektischen Stadtleben der Nordinsel entfliehen möchten. Orte wie Cathedral Cove und Hot Water Beach stehen auf fast jeder Reiseliste, aber es gibt auch weniger bekannte Juwelen.

Die Karangahake-Schlucht steht zwar ebenfalls bei zahllosen Reisenden auf dem Programm, aber auch wenn viele hindurchfahren, nehmen sich wenige Zeit, um die Fußwege, versteckten Tunnel und fantastischen Flussabschnitte zu erkunden. Die Schlucht am südlichen Ende der Halbinsel bildete 1875 das Zentrum des hiesigen Goldrausches, und die umliegenden Städte waren bedeutende Bergbauzentren.

Der sieben Kilometer lange Historic Walkway entführt dich auf eine Reise über schroffe Felskanten, riesige Felsbrocken, Brücken und durch einen Tunnel zu einem Fußweg, an dessen Seiten zahlreiche Überbleibsel der Goldgräberzeit von der bewegten Vergangenheit dieses Ortes zeugen.

New Chums Beach – ein Ort ganz für dich allein
New Chums Beach – ein Ort ganz für dich allein
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Neuseeland ist alles andere als arm an Stränden. Egal, ob du einfach deine Zehen im Sand verbuddeln und die Sonne genießen oder dich mit einem Surfbrett in die Brandung stürzen willst – hier gibt es den perfekten Strand. Einen zu finden, den du (praktisch) für dich allein hast, kann sich allerdings etwas schwieriger gestalten.

New Chums Beach ist jedoch genau die Art Ort, von der jeder gestandene Strandfan träumt: Er zählt zu den letzten unerschlossenen Stränden des Landes, was zum Teil seiner relativ isolierten Lage an der Nordostküste der Halbinsel Coromandel zu verdanken ist.

Um dorthin zu gelangen, musst du einen 40-minütigen Spaziergang durch den Busch auf dich nehmen, durch eine Flussmündung waten und die Küste entlangwandern, bis du eine Landzunge erreichst. Nach ihrer Überquerung findest du dich am New Chums Beach wieder.

Ausladende Neuseeländische Weihnachtsbäume und wildes Buschwerk säumen den weißen Sandstrand, und das kristallklare Wasser leuchtet in den allerschönsten Blautönen.

 

Tongariro Alpine Crossing

Gespenstisch und surreal – das raue vulkanische Terrain des Tongariro-Nationalparks beschert dir eine unvergessliche Wanderung
Gespenstisch und surreal – das raue vulkanische Terrain des Tongariro-Nationalparks beschert dir eine unvergessliche Wanderung

Der Tongariro-Nationalpark ist der älteste Park Neuseelands und eine Stätte des Weltnaturerbes und Weltkulturerbes der UNESCO. Seine atemberaubende und gespenstische Landschaft ist von Vulkanspitzen und Kratern durchzogen.

Der Anblick wird dir ein sofortiges Déjà-vu bescheren, was nicht weiter verwunderlich ist: Du befindest dich an einem der wichtigsten Drehorte der „Herr der Ringe“-Trilogie – in Mordor, der Heimat des bösen Magiers Sauron.

Der Tongariro Alpine Crossing ist eine Tageswanderung, die dich an mit alter Lava bedeckten Kratern, blauen und grünen Seen, Thermalquellen und surrealen Gesteinsformationen vorbeiführt.

Zu Beginn deiner Wanderung gibt es noch eine Vegetation, die vor allem aus alpinen Tussockgräsern besteht. Bald schon weicht sie jedoch einer Ödnis, und wenn du das raue vulkanische Terrain erreichst, umgibt dich der Dampf aus zahlreichen Fumarolen – Löchern in der Erdkruste.

Obwohl der Crossing zu den beliebtesten Wanderungen Neuseelands gehört, musst du dich gründlich darauf vorbereiten. Stell dich auf plötzliche Wetterveränderungen ein, wähl dein Schuhwerk sorgfältig aus und denk daran, genügend Wasser mitzunehmen.

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Great Barrier Island

Genieß einen Moment der Stille in den Sanddünen von Great Barrier Island
Genieß einen Moment der Stille in den Sanddünen von Great Barrier Island

Kaum jemand wagt sich weiter als Waiheke Island vor Auckland – eine echte Postkartenschönheit unter den Inseln, deren Einwohnerzahl jedoch zur Urlaubszeit auf das Vierfache anschwillt. Dennoch ist es möglich, in der größten Stadt Neuseelands ein Schiff zu besteigen und binnen zwei Stunden eine einsame Insel zu erreichen. Dazu musst du einfach ein wenig tiefer in den Hauraki Gulf vordringen.

Great Barrier Island ist zwar die größte Insel im Golf, aber mit ihren 939 Einwohnern nur sehr spärlich besiedelt. Bring deine Angel und deine Wanderschuhe mit, denn dich erwartet ein Ausflug in die unberührte Wildnis. Die Insel selbst ist voll von weißen Stränden, windgepeitschten Sanddünen und winzigen abgelegenen Buchen, in denen du einige fantastische Plätze zum Tauchen und Bootfahren findest.

Die Insel ist einer der letzten Flecken unberührter Wildnis in der Umgebung von Auckland. An der Ostküste erwarten dich fantastische menschenleere Surfstrände, die häufig an Feuchtgebiete und faszinierende archäologische Stätten grenzen. Mit etwas Glück kannst du sogar Schwertwale zu Gesicht bekommen.

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Mount Ruapehu

Mount Ruapehu bietet fantastische Gelegenheiten zum Skifahren
Mount Ruapehu bietet fantastische Gelegenheiten zum Skifahren

Du dachtest, die besten Pisten Neuseelands befänden sich in Queenstown und Wanaka? Keine Sorge: Du bist nicht allein damit. Die Südinsel heimst zwar alle Lobeshymnen für ihre Skigebiete ein, aber tatsächlich ist die weniger bekannte Nordinsel mit der doppelten Schneemenge und einer längeren Skisaison gesegnet.

Queenstown mag ganze vier Berge zur Auswahl haben, aber der 2797 Meter hohe Mount Ruapehu bietet die besseren Skibedingungen. Außerdem bekommst du dort neben günstigeren Unterkünften und Skipässen die malerischste Bergkulisse des Landes. Skilaufen kannst du in den Orten Turoa oder in Whakapapa, die sich auf gegenüberliegenden Seiten des Mount Ruapehu befinden.

In Turoa gibt es den höchstgelegenen Lift von Neuseeland (2322 Meter) sowie die Piste mit dem größten Höhenunterschied (722 Meter) in ganz Australasien, während dich in Whakapapa das größte erschlossene Skigebiet von Neuseeland erwartet.

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Südinsel

Central Otago

Die Weinregion Central Otago bietet atemberaubende Landschaften, fantastische Weine und Abenteuer der extremsten Art
Die Weinregion Central Otago bietet atemberaubende Landschaften, fantastische Weine und Abenteuer der extremsten Art

Keine Frage: Die Sauvignon Blancs aus Neuseeland sind weltberühmt. Die Region, in der die meisten von ihnen hergestellt werden – Marlborough – ist die meistgepriesene und meistbesuchte Weingegend des Landes. Aber wie wäre es, Weinproben mit Bungeespringen und anderen Extremsportarten zu kombinieren?

In der siebtgrößten Weinregion Neuseelands, Central Otago, bist du fernab der Besuchermassen und kannst einige der weltbesten Pinot Noirs probieren, die in der sagenhaften Berglandschaft reifen. Hier erwarten dich die südlichsten Weingüter des Landes.

Die britische Weinkennerin und Times-Autorin Jane MacQuitty bezeichnet Central Otago in Bezug auf die Qualität der lokalen Pinot Noirs als ernsthafte Konkurrenz für Burgund. Sie schreibt: „Ich habe eine wenig bekannte und relativ junge Weinregion kennengelernt, die jedem echten Pinot-Liebhaber die Socken ausziehen wird“. Komm und überzeug dich selbst.

Außerdem dürfte Central Otago die weltweit einzige Weinregion sein, in der du eine Kombination aus Weinproben und Extremsport erleben kannst: Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, Jetski – all das ist hier möglich.

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Doubtful Sound

Doubtful Sound – ein weniger bekannter Fjord
Doubtful Sound – ein weniger bekannter Fjord

Milford Sound mag einer der berühmtesten unerschlossenen Fjorde der Welt und eine der größten Touristenattraktionen Neuseelands sein, aber wie würde es dir gefallen, einen Fjord zu entdecken, der dreimal so lang, zehnmal so groß und viel unberührter ist und dessen Besucherzahlen zweihundertmal niedriger sind?

Während der Milford Sound es gerade noch in die Top 10 der größten Fjorde Neuseelands schafft, belegt der abgeschiedene Doubtful Sound Platz 2.

Er ist etwas schwieriger zu erreichen als sein berühmter Artgenosse, aber die Mühe allemal wert. Ab Manapouri gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Fjord zu gelangen: mit dem Kajak, per Helikopter oder auf einer Schifffahrt am Tag oder bei Nacht.

Nur abenteuerlustige Reisende schaffen es dorthin, aber wenn sie erst einmal angekommen sind, haben sie dieses Paradies ganz für sich allein. Obendrein hast du hier die Möglichkeit, das Nationalsymbol Neuseelands, den flügellosen Kiwi, höchstpersönlich kennenzulernen und außerdem Tümmler, Neuseeländische Seebären und Dickschnabelpinguine zu Gesicht zu bekommen.

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Stewart Island

Menschenleere Bucht auf Stewart Island
Menschenleere Bucht auf Stewart Island

Interesse an einer Insel, die im letzten Jahr nur von 35.000 Menschen besucht wurde? Während die Region Bay Of Islands am nördlichsten Ende der Nordinsel pro Jahr über eine Million Besucher anzieht, ist Stewart Island am südlichsten Zipfel von Neuseeland bis heute praktisch unbekannt.

Beide sind Meeresparks mit einer großen Population von Tümmlern, Pinguinen und Walen, aber Stewart Island ist darüber hinaus auch das nationale Vogelparadies.

Hier bekommst du die Chance, fünf Pinguinarten, neun Albatrosarten, 19 Sturmvogelarten, fünf Arten von Krähenscharben, fünf Arten von Gänsen, Schwänen und Enten, drei Arten von Regenpfeifern, sechs Möwenarten, vier Papageienarten, zwei Kuckucksarten, vier Arten von Fliegenschnäppern, fünf Grasmückenarten, vier Arten von Finken, Waldpapageien, Tuis, Schmuckvögeln, Habichten und Falken zu Gesicht zu bekommen – und das ist erst der Anfang.

Die Insel bietet ganze 700 Kilometer an Küstenlinie, aber nur 20 Kilometer Straße, und ist nicht nur für ihre gefiederten Einwohner, sondern auch für eine Erscheinung an ihrem Nachthimmel bekannt – die Aurora Australis, das Südlicht.

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Ursprünglich veröffentlicht

23/12/2016