Campen ist nicht nur was für Naturburschen – jeder kann das sorglose Leben genießen, bei dem es nur um dich und die herrliche Natur geht. Dazu braucht es keine technischen Spielereien, nur den Wunsch, alles hinter sich zu lassen und mit wenig zurecht zu kommen. Wir haben einige Campingtipps zusammengestellt, mit denen dein erstes Zeltabenteuer in der freien Natur gemütlich und angenehm wird.
Lies weiter, mach dir Notizen und fang schon mal mit der Planung an!

Um dir etwas Inspiration für deinen ersten Campingurlaub zu holen, sieh dir diese wunderbaren und ausgefallenen Campingplätze in Deutschland an!

Camping-Tipp 1: Wähle dein Transportmittel

Radeln und Zelten gehören zusammen

Radeln und Zelten gehören zusammen

Wie du von zu Hause bis zum Ort deines Campingabenteuers gelangen willst, spielt natürlich eine wichtige Rolle. Was du mitnimmst, worüber du Bescheid wissen solltest und wie gut du vorbereitet sein musst, hängt ganz davon ab, ob du deine Ausrüstung auf dem Rücken spazierenträgst oder sie in den Kofferraum deiner Familienkutsche packst.

Ob du zu Fuß, mit dem Rad, in einem Kanu oder auf andere Weise durch Muskelkraft unterwegs bist – du solltest nur das Wichtigste an Ausrüstung und Proviant einpacken, damit du nicht mehr als nötig mitschleppst. Denn nach einem langen Tag an der frischen Luft und mit viel Bewegung solltest du eigentlich erschöpft genug sein, um sofort unter dem Sternenhimmel einzuschlafen – lass das breite Luftbett und das große Kopfkissen also besser zu Hause.

Mehr lesen:

Tipp 2: Dein Heim ist dort, wo du es aufstellst

Wenn du gern in der Sonne faulenzt, nimm eine Hängematte mit und gib dich dem Müßiggang hin

Wenn du gern in der Sonne faulenzt, nimm eine Hängematte mit und gib dich dem Müßiggang hin

Du hast Lust auf ein Abenteuer, weißt aber nicht, was du dazu alles benötigst? Für die meisten Campingreisen braucht man ein paar Basics als Grundausstattung.
Meistens schläft man im Zelt. Von simplen Pop-up-Zelten für Festivals und einfache Biwaks bis hin zu Zelten mit einem Gestänge aus ultraleichtem Titan, die auf maximale Wärme und Stabilität in eisiger Umgebung ausgerichtet sind. Aber keine Sorge, da draußen gibt es etwas für jeden Bedarf.

Wenn du das Glück hast, an einem zuverlässig warmen und trockenen Ort zu zelten, lass das Zelt weg und nimm einen Biwacksack mit – einen wasserdichten Schlafsack. Dann spürst du die warmen Strahlen der Sonne gleich, wenn sie sich über den Horizont schiebt. Oder du spannst eine Plane, hängst eine Hängematte auf oder gar ein Baumhaushotel, wenn du deine kreative Seite ausleben willst.

Für mehr Luxus: Glamping – Wenn Luxus auf Zeltplatz trifft

Worin auch immer du übernachtest – zur Schlafenszeit wirst du sicher einen Schlafsack brauchen. Daunenschlafsäcke (Daune ist das Isolationsmaterial) sind leicht, weich und lassen sich einfach komprimieren. Zudem bieten sie ein besseres Wärme-Gewichtsverhältnis als synthetische Schlafsäcke. Sie dürfen allerdings nicht nass werden, denn dann sind sie zu nichts mehr zu gebrauchen. Schlafsäcke werden nach vier Jahreszeiten eingestuft (Jahreszeit 1-2 für heiße Klimazonen, Jahreszeit 2-3 für Zelten bei Kälte), aber wenn du es ganz genau wissen willst, kannst du dich über Füllstärke, Spitzenwerte und Grammzahlen belesen.
Für das optimale Schlafergebnis legst du noch eine Matte unter deinen Schlafsack, formst einen weichen Hügel aus deinen Klamotten oder steckst sie in eine Tasche – und schon hast du ein einfaches Kissen! Einer schönen Mütze Schlaf steht nun nichts mehr im Weg.

Camping-Tipp 3: Richtig packen!

Wie ein Profi: mach Feuer mit einem Feuerstein

Wie ein Profi: mach Feuer mit einem Feuerstein

Was genau du mitnimmst, entscheidet sich letztlich nach der Art deiner Reise, und daher gibt es keine richtige oder falsche Packliste. Neben einem Dach über dem Kopf und Wärme gibt es jedoch einige Gegenstände, die das Zelten angenehmer machen.
Denke an Feuerzeug oder Streichhölzer, damit du den Kocher oder dein Lagerfeuer entzünden kannst und nicht auf deinen Morgenkaffee verzichten musst. Wen du es so richtig zünftig magst, dann besorgt dir einen Feuerstein, sammle Zweige und entzünde mit einem einzigen Funken ein Feuer.
Pack genügend Mückenspray ein, damit dein Essen nicht voller Viecher ist, eine Taschenlampe, damit du nicht über Wurzeln stolperst und Plastiktüten, damit du deinen Müll wieder mit nach Hause nehmen kannst. Dass du eine Zahnbürste einpackst, versteht sich von selbst, aber falls du sie vergessen hast, kannst du deine Zähne auch mit etwas Asche vom Feuer strahlend sauber bekommen. Okay, ein kohlschwarzes Lächeln ist zwar nicht der beste Look, aber vertrau uns, es funktioniert – 10 Campingpunkte für dich!
Draußen in der Wildnis gibt es übrigens auch nicht so viele Toiletten. Also nimm eine kleine Schaufel mit und ähm…genieße die Aussicht. Oh, und denk unbedingt an Klopapier!

Mehr lesen: Packen für Soloreisen

Pack einmal und dann gleich nochmal

“Bei

Bei diesem Abenteuer willst du dir nicht das Kreuz brechen – daher lernst du am besten, wie man nur das Nötigste packt

Die Schönheit des Zeltens und Draußenseins liegt darin, alle Extras des modernen Lebens hinter sich zu lassen und etwas Neues zu erfahren. Halte die Dinge also so einfach wie möglich und werde kreativ – ein Kochtopf mit Deckel fungiert z. B. ebenso gut als Nudelsieb wie als Schneidebrett, Schüssel oder Wasserkessel.
Sobald die eine Packliste zusammengestellt hast, lege alles, was du mitnehmen willst heraus (natürlich auch für ein Foto auf deinem Instagram-Feed), steck alles in die Tasche, die du mitnehmen willst, und dann geh oder radle den größten Hügel hinauf, den du finden kannst. Schwer, was?
Also wieder ab ins Haus, alles wieder auspacken und herauslegen und dann gehst du jeden einzelnen Gegenstand noch einmal durch. Dabei stellst du dir diese Frage: „Wird dieses Ding meinen Zelturlaub irgendwie einfacher machen?“ Ist die Antwort Nein, dann weg damit. Wenn du soweit bist, dass du den Griff von deiner Zahnbürste absägst, um Gewicht zu sparen, hast du‘s geschafft.

Zeit für ein Festmahl

Wenige Dinge und ein paar liebe Freunde ...mehr brauchst du nicht für ein wunderbares Festmahl beim Zelten

Wenige Dinge und ein paar liebe Freunde …mehr brauchst du nicht für ein wunderbares Festmahl beim Zelten

Nur weil deine Küche ganz weit weg ist, brauchst du dich nicht von Fertigsuppen zu ernähren. Über die Kunst des Kochens am Lagerfeuer gibt es zahlreiche Blogs und Bücher – und über dem Feuer zubereitetes Essen mit einer rauchigen Note schmeckt einfach unschlagbar köstlich.
Für Campingausflüge mit Platz- und Gewichtsbeschränkungen solltest du dein Menü im Voraus planen. Finde heraus, welche Mahlzeiten du mithilfe derselben Grundzutaten kochen kannst, und bereite eventuell das eine oder andere vorher zu Hause vor – wie Pfannkuchenteig oder Bolognesesauce. Wenn jedes Gramm zählt, sind Trockenmahlzeiten eine gute Lösung – sie stecken voller Proteine und Kalorien, die dich nach einem langen, anstrengenden Tag schön satt machen.
Und natürlich brauchst du etwas, auf dem du kochen kannst! Bei tragbaren Campingkochern hast du die Qual der Wahl, aber wer es echt rustikal mag, der macht ein Lagerfeuer, stellt ein Dreibein mit Rost oder Topfhalter darüber und genießt das Steinzeitgefühl.

Wo soll mein Zelt stehen?

Finde die schönste Aussicht und schlage dein Zelt auf

Finde die schönste Aussicht und schlage dein Zelt auf

Deine Ausrüstung liegt nun also bereit, deine Tasche ist gepackt, die Mahlzeiten sind geplant und du bist in Reiselaune – aber wo willst du zelten?
An verschiedenen Orten gibt es verschiedene Campingvorschriften. In Skandinavien, Schottland, Irland und einer Handvoll anderer Länder herrscht das „Jedermannsrecht“ – das heißt, du darfst wild zelten, sofern du die örtlichen Vorschriften einhältst. Viele Nationalparks haben ihr eigenes Regelwerk aufgestellt; man kann Campinggenehmigungen kaufen oder auch einen ortsansässigen Landwirt fragen.
Wo auch immer du bist, ein Platz mit ebenem Untergrund ohne Wurzeln oder Steine eignet sich am besten. Äste und Zweige räumst du zur Seite, damit nachts kein Pieksen deinen Schlaf stört, und achte darauf, weder Pflanzen noch Blumen zu zerstören, indem du dein Gepäck mitten drauf fallen lässt.
Wer es etwas weniger wild mag, sollte auf einem Campingplatz absteigen – in vielen Stadtgebieten gibt es von der Gemeinde betreute Plätze, und private Zeltplätze sind auf den meisten Straßenkarten eingezeichnet. Wenn du mit dem Rad unterwegs bist, probier das Warmshowers Network aus – es besteht aus Leuten, die Zeltplätze in Gärten anbieten und dazu – du hast es erraten! – eine warme Dusche für müde Radler.

Und nicht vergessen …

Also, dieses ganze Campingzeug hast du kapiert, ja? Vergiss nicht, dich über die rechtliche Seite zu informieren, damit du weißt, wo du zelten darfst und wo nicht – und superwichtig: Wo du ein Lagerfeuer machen darfst. In vielen Regionen Nordamerikas und Südeuropas ist das Feuermachen wegen des trockenen Klimas und der Waldbrandgefahr verboten.
Bevor du losgehst, schau dir unbedingt den Wetterbericht an. Es gibt nichts Übleres, als von einem Unwetter überrascht zu werden und die warmen, trockenen Reservesachen anziehen zu müssen, die du für „Gut“ eingepackt hattest.
Falls du in einem Landstrich unterwegs bist, wo es Bären oder andere Raubtiere gibt, beachte sämtliche Vorsichtsmaßnahmen – hänge deine Vorräte auf und nimm Abwehrspray mit. Wenn du einen Ort verlässt, nimm immer deinen Müll mit und vergrabe dein Toilettenpapier – so bleibt alles schön sauber für den nächsten Camper.

Mehr lesen: Survival-Trainings in Deutschland

Du bist bereit!

Zum Abschluss ein paar weise Worte: Das Ganze soll Spaß machen. Beim Zelten kann man sich wunderbar für ein paar Tage von der wirklichen Welt verabschieden, aber es muss kein Straflager sein.
Falls du zum ersten Mal im Freien übernachtest, gönne dir ein wenig Luxus, der es dir angenehmer macht – damit du nicht die ganze Zeit Heimweh nach deinem weichen Bett hast. Nimm es nicht so ernst – hab große Träume, aber achte auf deine Sicherheit, und bald packt das Campingfieber dich erneut.
Finde einen Flug und mach dich auf die Reise!

Lust auf noch mehr Outdoor-Inspiration?