Berlin kostenlos erleben!

Berlin mag zu den günstigsten Hauptstädten Europas zählen – dennoch können ein paar Tage Museums-Hopping und Streifzüge durch das Nachtleben klammheimlich deine Euros verschlingen, während du dich noch von der „Arm, aber sexy“-Atmosphäre einlullen lässt. Spar dein Geld also lieber für abendliche Drinks und wirf einen Blick auf unsere ultimative Liste der kostenlosen Unternehmungsmöglichkeiten in Berlin.

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Besuch ein kostenloses Konzert

Genieß ein kostenloses Konzert in der zirkusförmigen Berliner Philharmonie

Genieß ein kostenloses Konzert in der zirkusförmigen Berliner Philharmonie

Die Architektur der Berliner Philharmonie im Kulturforum ist an sich schon einen Besuch wert.

Das Gebäude mit seiner eigentümlichen, fünfeckigen Bauform wurde Anfang der 1960er Jahre von Hans Scharoun entworfen und beherbergt heute ein Orchester, das einhellig zu den besten der Welt gezählt wird. Manchmal hat man das Glück, einen Stehplatz für 7 Euro zu ergattern, aber im Allgemeinen sind die Kartenpreise ziemlich gesalzen. Es sei denn, du kommst dienstags um 13 Uhr vorbei: Dann öffnet die Philharmonie 40 bis 50 Minuten lang ihre Pforten und bietet dir die Gelegenheit, ein kostenloses Lunchkonzert zu erleben.

Wenn du eher auf Jazz stehst, hat Berlin ebenfalls etwas zu bieten. Jeden Mittwoch veranstaltet die legendäre Jazzkneipe B Flat eine Jamsession, bei der lokale Musiker gemeinsam auf der Bühne improvisieren. An diesen Abenden erwarten dich eine lebhafte Stimmung und exzellente musikalische Darbietungen – du solltest aber früh kommen, da die Kneipe zu diesem Anlass meistens besonders gut besucht ist.

Nimm an einer alternativen Stadtführung teil

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, ein Ausstellungsraum für moderne Kunst, ist einer der möglichen Stopps auf einer alternativen Stadtführung

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, ein Ausstellungsraum für moderne Kunst, ist einer der möglichen Stopps auf einer alternativen Stadtführung

Wenn du wenig Zeit hast, kann eine Stadtführung die optimale Methode sein, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf deiner Liste abzuhaken. Leider verlangen viele Tourunternehmen einen Haufen Geld für ihre Führungen – aber nicht alle.

Alternative Berlin Tours bringt dich zwar nicht auf die Dachterrasse des Reichstagsgebäudes – ein Ausflug, der dich ohnehin nichts kostet –, zeigt dir dafür aber in kurzer Zeit die wahre Seele der Stadt: von städtischen Bauernhöfen über Wandgemälde bis hin zu Raves bei Tageslicht. Die Touren dauern drei Stunden und finden mehrmals täglich statt.

Reservierungen sind nicht nötig und die Bezahlung erfolgt in Form eines freiwilligen Trinkgelds – das einzige, was von dir erwartet wird, ist respektvolles Benehmen.

Entdecke die „Geister“ des Mauer-Denkmals

Die Gedenkstätte Berliner Mauer bietet Einblicke in das geteilte Deutschland

Die Gedenkstätte Berliner Mauer bietet Einblicke in das geteilte Deutschland

Zur Zeit der Teilung Berlins wurden die Ost-Berliner Bahnhöfe, die von West-Berliner Bahnlinien angefahren wurden, komplett stillgelegt. Drei West-Berliner Linien verliefen jedoch weiterhin durch Ost-Berliner Stadtbezirke. Die Bahnen hielten auf diesen Strecken nicht mehr an, sondern fuhren einfach durch die „Geisterbahnhöfe“ hindurch.

Der Nordbahnhof war einer von ihnen und beherbergt heute eine Fotoausstellung in Gedenken an die verlassenen Haltestellen. Die Ausstellung erzählt spannende Geschichten vom Grenzschutz über und unter der Erde sowie von wagemutigen Fluchtplänen; du solltest dir dafür etwa 30 Minuten Zeit nehmen.

Nach deiner Reise in die Unterwelt kannst du den Ausgang zur Bernauer Straße nehmen und nach Osten zur Gedenkstätte Berliner Mauer gehen. Hier erwarten dich eine Fülle an Informationen und zahlreiche Zeugen der Vergangenheit, darunter ein Stück der Berliner Mauer, ein Wachturm und die Kapelle der Versöhnung, erbaut am Standort einer alten Kirche, die von den DDR-Behörden gesprengt wurde.

Entdecke die Kunstgalerien

me Collectors Room Berlin ist eine der zahlreichen Galerien an der Auguststraße

me Collectors Room Berlin ist eine der zahlreichen Galerien an der Auguststraße

Die Auguststraße im Herzen des alten Scheunenviertels von Berlin mag nicht so weit ab vom Schuss sein wie die Seitenstraßen von Neukölln, bietet aber eine Vielzahl von Galerien. Beim Spaziergang über das Kopfsteinpflaster werden dir Video-Installationen ebenso zu Augen kommen wie Leinwände mit Pollock-artigen Farbsprenkeln.

Wenn du jedoch lieber eine der größeren Galerien Berlins besuchen möchtest, solltest du dich informieren, an welchen Tagen der Eintritt zu Ausstellungen an Orten wie der Akademie der Künste, dem Bröhan-Museum und der Deutsche Bank KunstHalle kostenlos ist.

Besuche das ehemalige SS- und Gestapo-Hauptquartier

Erfahre bei Topographie des Terrors mehr über Deutschland im Dritten Reich

Erfahre bei Topographie des Terrors mehr über Deutschland im Dritten Reich

Eine Warnung an Reisende mit Kindern: Das Stück der alten Berliner Mauer außerhalb des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors ist nur ein Vorbote der Schrecken, die im Rahmen dieser kostenlosen Dauerausstellung dargestellt werden.

Der Besuch ist nichts für schwache Nerven. Am ehemaligen Standort der SS- und Gestapo-Hauptquartiere werden Besucher anhand einer anschaulichen und informativen Kollektion von Fotos, Videos und Dokumenten durch die Machtergreifung Hitlers und die gnadenlose Judenverfolgung geführt.

Erkunde die vergessene Vergangenheit der Stadt

Verlassen, aber mit prächtiger Aussicht: Erkunde den Teufelsberg

Verlassen, aber mit prächtiger Aussicht: Erkunde den Teufelsberg

Es gibt kaum etwas Spannenderes, als einen vergessenen geschichtsträchtigen Ort zu entdecken. Auch wenn der Zutritt nicht immer kostenlos ist, gibt es meistens eine Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, ohne Geld auf den Tisch zu legen.

Der 1969 eröffnete, inzwischen verlassene Freizeitpark Spreepark wurde durch den Film „Hanna“ aus dem Jahr 2011 bekannt. Eine Zeit lang wurden Führungen durch den Park angeboten, aber mittlerweile ist keine Besichtigung mehr möglich. Der hübsche Spazierweg, der das Gelände umgibt, lohnt jedoch einen Besuch – nicht zuletzt, weil man von hier aus einen Blick auf die stillgelegten Anlagen erhaschen kann, zum Beispiel auf das alte Riesenrad.

Dann gibt es noch den 80 Meter hohen Trümmerberg Teufelsberg, unter dem der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät begraben liegt – ein niemals vollendetes Projekt der Nazis. In den 1950er Jahren betrieben die US-amerikanischen Streitkräfte hier eine Abhörstation, deren Ruine mit ihren fünf imposanten Radarkuppeln auch heute noch steht.

Berlin bietet beinahe schon zu viele verlassene Orte, die dich interessieren könnten – glücklicherweise gibt es diese Webseite, auf der sie aufgelistet und beschrieben werden.

Besuche die Schlösser und Seen von Potsdam

Der Terrassengarten von Schloss Sanssouci

Der Terrassengarten von Schloss Sanssouci

Möchtest du einen Tag Urlaub von Berlin machen? Dann ab in die Nachbarstadt Potsdam, die du mit dem Zug in nur einer Stunde erreichst.

Die größte Attraktion der einstigen Heimat preußischer Könige und des deutschen Kaisers ist der Park Sanssouci, über dessen Grün sich das atemberaubende Schloss Sanssouci und andere prachtvolle Gebäude erheben.

Abgesehen von seiner faszinierenden Architektur bildet Potsdam auch den Anfang und den Abschluss des 400 Kilometer langen 66-Seen-Wanderwegs, der alle Seen im Umkreis von Berlin einschließt. Die Wegabschnitte dauern jeweils etwa 6 bis 7 Stunden und führen dich durch eine Landschaft aus malerischen Dörfern, dichten Wäldern, grünen Ufern, Sumpfgebieten und rauschenden Bächen.

Genieß den Augenschmaus im Thaipark

Mach's dir bequem und bewundere die Kochkunst der Thai-Damen im Preußenpark

Mach’s dir bequem und bewundere die Kochkunst der Thai-Damen im Preußenpark © langkawi

Obwohl Spaziergänge über Essensmärkte mit knappem Budget eine qualvolle Erfahrung sein können, lohnt der Thaipark einen Besuch – mit oder ohne Geld in den Taschen.

Das spektakuläre Ereignis findet im Sommer jeden Sonntag (manchmal auch samstags) im Preußenpark statt: Unzählige thailändische Frauen sitzen unter bunten Sonnenschirmen und mahlen Erdnüsse, schneiden Chilischoten und schaben Papayas – der Anblick ist eine reine Freude.

Der Parkbesuch an sich ist eine gemütliche Angelegenheit: Alle bringen Decken mit, entspannen und genießen den ganzen Nachmittag lang die einmalige Atmosphäre.

Spiel eine Partie Tischtennis

Spiel eine spontane Partie Tischtennis an einer der zahlreichen Platten in der Stadt

Spiel eine spontane Partie Tischtennis an einer der zahlreichen Platten in der Stadt

Berlin ist für seine Graffiti, Spätis und Currywurst bekannt – aber die Stadt hat ein weiteres Wahrzeichen, von dem du vielleicht noch nichts weißt: Tischtennisplatten. Es gibt sie einfach überall.

Sie begegnen dir an den meisten öffentlichen Plätzen – von Parks bis hin zu winzigen freien Stellen auf dem Bürgersteig –, was wenig verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass es in der Stadt mindestens 1.000 Platten gibt.

Sie sind ideale Plätze für gesellige Runden bei kaltem Bier und heißen Wettkämpfen und derart beliebt, dass es eine ganze Webseite gibt, auf der du die Tischtennisplatte deiner Wahl finden kannst.

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