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Polen wird immer beliebter als Reiseland für Gourmets – und das aus gutem Grund, denn hier treffen traditionelle Küche auf Innovation auf dem Teller. Deftige Fleischgerichte, wärmende Suppen, leckere Desserts und vor allen Dingen Essen, das regional und saisonal ist, stehen dabei immer auf der Karte.

Wenn du Lust hast, die leckersten Gerichte einmal selbst zu probieren, dann findest du hier 20 polnische Spezialitäten, die du bei einer Reise ins Schlaraffenland auf keinen Fall verpassen solltest.

 

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Pierogi

Polnische Pierogi

Wenn du auf der Suche nach den bekanntesten polnischen Spezialitäten bist, dann kommst du um einen Teller Pierogi nicht herum. Sie werden auch Piroggen genannt und erinnern in Polen ein bisschen an Maultauschen, denn hier werden sie aus Nudelteig gemacht. Gefüllt werden sie je nach Anlass mit Fleisch, Gemüse, Quark, aber auch Obst.

Sie gehören auch heute noch in Polen zu jedem Festessen dazu, sind aber inzwischen auch Bestandteil der polnischen Fast-Food-Kultur geworden. Das Beste an Pierogi? Du kannst sie praktisch zu jeder Mahlzeit essen!

Schweinekotelett

Polnisches Kotlett

Ein beliebtes Gericht in ganz Polen ist Schweinekotelett, das sowohl als Hausmannskost als auch in den meisten polnischen Restaurants serviert wird. Das Gericht hat eine alte Tradition bei der hart arbeitenden Bevölkerung, denn Schweinefleisch galt in den letzten Jahrhunderten als sehr günstiges Fleisch. Heute ist es ein polnischer Klassiker, wobei die Koteletts erst paniert und dann in Butter gebraten und danach mit Kohl und Kartoffeln serviert werden.

Kluski śląskie – Schlesische Klöße

Auch die Kluski śląskie, schlesischen Klöße, gehören fest zur polnischen Küche. Diese Kartoffelknödel kommen wie der Name schon sagt aus Schlesien, sind heute aber eine gern gesehene Beilage bei vielen polnischen Gerichten.

Für die Klöße braucht man nicht mehr als Kartoffeln und Kartoffelmehl, die zu einer etwas klebrigen Masse verarbeitet werden. Dann werden sie gekocht und entweder als Beilage zu einem Fleischgericht gereicht oder werden selbst zum Star auf dem Teller, z. B. mit gebratenen Zwiebeln und Speck.

Krupnioki śląskie – Schlesische Grützwürste

Die Liste der polnischen Nationalgerichte wäre nicht komplett ohne die Krupnioki śląskie. Die schlesischen Grützwürste wurden schon im Michelin erwähnt und von der EU-Kommission als regionales Produkt von besonderer Qualität ausgezeichnet.

Fleischfans können sich auf eine Wurst mit Innereien, Blut und Graupen freuen. Die Graupen sind maßgeblicher Bestandteil, die eine reguläre Wurst in eine Grützwurst verwandelt. Schon seit Generationen wird das Rezept weitergegeben, wobei manchmal auch Schweinsköpfe und -backen verwendet werden.

Śląskie niebo – Schlesisches Himmelreich

Schlesien Polen

Süß, salzig und so lecker, dass man sich wie im Himmel fühlt – so schmeckt das Śląskie niebo, auch als „Schlesisches Himmelreich“ bekannt. Geräucherter Schweinebauch trifft dabei auf eine Soße aus Trockenfrüchte, Zimt und Zitronenschale. Das Schweinefleisch wird in Scheiben geschnitten und dann mit Soße und dem Backobst serviert. Besonders weihnachtlich schmeckt es, wenn für das Binden der Soße Lebkuchenkrümel verwendet werden.

 

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Gołąbki – Kohlrouladen

Typische polnische Gerichte sind oft deftig und damit perfekt bei winterlichen Temperaturen. So überrascht es nicht, dass die Gołąbki ein beliebtes Essen an Weihnachten sind. Es sind Kohlrouladen, die mit Hackfleisch und Reis gefüllt, dann geschmort und mit Tomatensoße serviert werden.

Die Kohlrouladen haben ihre Wurzeln im Byzantinischen Reich und kommen heute in ganz verschiedenen Ländern unter verschiedenen Namen auf den Teller. Und keine Sorge: Auch wenn Gołąbki übersetzt „Taube“ heißt, wird für die Füllung traditionell Schweinehack verwendet.

Zapiekanka

Jedes Land hat ein Sandwich, für das es berühmt ist und Polen ist keine Ausnahme. Das Zapiekanka kommt aus dem Süden und hat sich zu einem beliebten Snack im ganzen Land gemausert. Die Zubereitung ist einfach und schnell: Weißbrot, Champignons, Zwiebeln und Käse gehören drauf, bevor das ganze überbacken wird.

Gefilte Fisch

Der sogenannte Gefilte Fisch gehört zu einem der beliebtesten jüdischen Gerichte in Polen und wird oft am Sabbat oder anderen Feiertagen gegessen. Dabei handelt es sich einfach um Fisch in Gelee. Dazu wird Fischfarce vom Hecht oder Karpfen in Brühe pochiert und dann in einem gelierten Sud serviert. Eine leckere kalte Vorspeise, wenn du nach einer Alternative in der sonst sehr fleischhaltigen Küche Polens suchst.

Pyry z Gzikiem – Kartoffeln mit Quark

Poznan Polen

Erstmal ein bisschen unspektakulär, aber mit langer Tradition kommen die Pyry z Gzikiem daher. Kartoffeln mit Quark gehören zu den bekanntesten Gerichten in Posen und wurden in der katholischen Gegend meistens an Freitagen als fleischloses Mittagessen gemacht. Heute gelten sie als Traditionsgericht und ganz ehrlich, wer mag Kartoffeln mit Quark denn nicht?

 

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Bigos – Sauerkrauteintopf

Schon im 15. Jahrhundert wurde eines der polnischen Nationalgerichte, Bigos, zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Seitdem erfreut sich der Sauerkrauteintopf nicht nur literarischer Beliebtheit, sondern ist immer noch ein fester Bestandteil der polnischen Küche.

Dafür wird Schweinefleisch und manchmal auch Rindfleisch mit verschiedenen Würsten langsam in Sauerkraut gegart. Durch die langsame Garmethode geben die Fleischsorten ihr Fett und damit ihren Geschmack an den Kohl ab und es entsteht ein unglaublich leckerer Eintopf.

Barszcz czerwony – Rote-Bete-Suppe

Roter Barsch

Gerade im Winter musst du unbedingt einen Teller Barszcz czerwony essen, die beliebte polnische Rote-Bete-Suppe. Im Gegensatz zum allseits bekannten Borschtsch ist Barszcz czerwony eine klare Suppe. Für der Zubereitung wird vergorene Rote Bete genommen, was einen süßsauren Geschmack hervorruft. Für ein bisschen Biss sorgen Kroketten oder eine Art Ravioli, die in die Suppe kommen.

Barszcz wird von vielen Polen an Weihnachten gegessen wird, aber zum Glück kannst du die Suppe auch das ganze Jahr über in Restaurants genießen.

Chłodnik – Kaltschale

Kalte Suppe

Im Winter kommt Barszcz als traditionelles polnisches Essen auf den Tisch, im Sommer dagegen Chłodnik. Die Kaltschale wird normalerweise aus ungeschälter junger Roter Bete gemacht und mit einem gekochten Ei und Buttermilch serviert. Inzwischen findest du aber auch Variationen aus anderen Gemüsesorten wie Gurken oder sogar Avocados.

Gemieinsam habendie Kaltschalen gemein haben ist, dass sie erfrischend sind und den Appetit für den Hauptgang anregen.

Żurek – Saure Mehlsuppe

Żurek ist die polnische Spezialität schlechthin und wurde früher meistens zum Frühstück an Ostern gereicht. Heute bekommst du die berühmte saure Mehlsuppe auch als Mittagessen serviert – super, um dich bei kühleren Temperaturen wieder aufzuwärmen.

Die Fleischbrühe wird mit Roggenmehl angemacht und dazu kommen Eier und Weißwurst. In einigen Restaurants wird sie immer noch traditionell in einem Laib Brot, der als Suppenschale fungiert, serviert.

Wuzetka

Wer polnische Spezialitäten essen will, der kommt um ein paar Süßspeisen und Kuchen nicht herum. Der Wuzetka ist wohl der bekannteste Warschauer Kuchen und wurde nach der W-Z-Routein der Stadt benannt.

Heute kannst du allerdings in Cafés im ganzen Land ein Stückchen oder auch zwei essen: Schoko-Biskuit, viel Sahne und Marmelade sorgen für Kultstatus.

Zygmuntówka

Nur in Warschau selbst bekommst du dagegen ein Stück Zygmuntówka. Der Kuchen wird nämlich nur in der Konditorei Strzalkowski hergestellt und gilt bei Warschauern noch als echter Geheimtipp. Gut so, finden wir, denn so kannst die Leckerei aus Mousse au Chocolat, Baiser, Mandelteig, Konfitüre und Schlagsahne fast ganz allein genießen.

Karpatka & Kremowka Papieska

Knuspriger Brandteig, eine Creme aus Vanillepudding, viel Puderzucker und schon hast du eine Karpatka. Diese traditionelle polnische Torte wird auch als Kuchenkuchen bezeichnet und stammt aus den Karpaten – die obere mit Puderzucker bestäubte Schicht soll dabei an das bergige Hochland erinnern.

Die Karpatka ist der Kremowka Papieska nicht unähnlich – einem Cremekuchen, dem Johannes Paul II. zum Ruhm verhalf. Am besten probierst du beide in einer der zahlreichen polnischen Konditoreien.

Obwarzanki

Krakau Polen

Eine uralte polnische Backspezialität mit viel Tradition ist der Obwarzanki, ein ringförmiges Gebäckstück. Dabei werden Hefekordeln umeinander gedreht und dann zu einem Ring zusammengefügt. Bevor er gebacken wird, wird der Ring in Salzwasser blanchiert, was ihm auch seinen Namen gibt.

Obwarzanki sind besonders in Krakau verbreitet und bei einem Besuch der Stadt solltest du dir unbedingt einen der frischen Teigringe zum Frühstück oder als Snack zwischendurch gönnen. Sie sind besonders lecker, wenn sie noch warm aus dem Ofen kommen!

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Pączki

Polnische Pfannkuchen

Traditionell wurden Pączki am Donnerstag vor Aschermittwoch gegessen, aber zum Glück kannst du die leckeren Gebäckstücke jetzt das ganze Jahr über bekommen.

Die polnische Spezialität ähnelt einem Donut oder Krapfen, wobei Hefeteigbällchen in Fett ausgebacken und dann süß gefüllt werden. Besonders beliebt ist dabei Hagebuttenkonfitüre als Füllung, bevor die klebrigen Leckereien mit Puderzucker bestäubt werden.

Żubrówka Wodka

Auch in Polen wird gerne Wodka getrunken und einer der beliebtesten ist der Żubrówka, der im Land schon über viele Jahrhunderte gebraut wird. Er stammt aus Bialystok in Ostpolen und wird aus Roggen destilliert. Was ihn so besonders macht, ist der Zusatz von Bisongras, das ihm eine leichte Waldmeisternote verleiht. Auch der Name der Firma Żubrówka ist damit schnell erklärt, denn es ist das polnische Wort für einen Wisent.

Wenn du während deiner Polen Reise auf den Geschmack kommst, dann kannst du dir den Wodka auch bei uns unter dem Namen Grasovka kaufen.

Heißes Bier

Warmes Bier

Natürlich gehört Bier wie vielerorts zu einer leckeren Mahlzeit in Polen dazu und es gibt zahlreiche regionale Brauereien. Auf Bier wird auch im Winter ungern verzichtet, allerdings verwandelt sich mit fallenden Temperaturen ein ganz normales Bier in ein heißes Bier. Dafür wird das Bier erwärmt und dann mit Honig oder Himbeersirup gemixt. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber lecker und vor allen Dingen wärmend!

Über die*den Autor*in

Annika ZiehenAnnika ist Autorin, Foodie und Taucherin. Als digitale Nomadin reist sie durch die ganze Welt, ständig auf der Suche nach dem leckersten Teller Nudeln, und wahlweise Anglerfischen oder Haien. Sie schreibt über ihre Erlebnisse unter & über der Wasseroberfläche auf ihren Blogs The Midnight Blue Elephant und The Very Hungry Mermaid. Folgen Sie Annika auf Instagram für weitere Reiseinspirationen.

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