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Es gibt so viele türkische Spezialitäten, dass man sie vermutlich gar nicht alle in einer Liste wie dieser aufzählen könnte. Dabei werden bestimmt viele auch in Deutschland schon einmal türkisches Essen probiert haben, ob bewusst oder unbewusst. Um aber wirklich authentisch zu essen, solltest du dich bei deinem Urlaub in der Türkei auch auf eine kulinarische Reise begeben und dich durch die verschiedensten Gerichte und Getränke probieren.

Türkische Spezialitäten: Getränke

Zu jedem guten Gericht gehört auch das passende Getränk. Von kalten Getränken, wie Ayran, über den bekannten türkischen Cay bis hin zu alkoholischen Getränken ist in der türkischen Küche alles zu finden. Beginne deine kulinarische Reise durch die Türkei damit, die Trinkgewohnheiten des Landes kennenzulernen.

Cay

Das wohl beliebteste Getränk der Türken ist mit Abstand Tee. Egal, ob zum Frühstück, Mittag oder Abend; Tee wird den ganzen Tag lang getrunken. Dabei ist es immer angebracht Tee, oder wie er dort heißt, Cay, zu trinken, egal wo du dich gerade befindest. Nicht nur beim Essen oder mit der Familie, sondern auch in Banken oder Ämtern wird dir oft ein Glas Tee angeboten: richtig gelesen – in einem Glas.

Traditionell wird der Schwarztee nämlich nicht wie bei uns in einer Tasse, sondern in einem speziell dafür vorgesehenen Glas serviert, welches der Form einer Tulpe ähnelt. Der Tee hat eine lange Geschichte und wird schon seit mehr als 100 Jahren in der Schwarzmeerregion des Landes, vor allem in der Region Rize, angebaut. Wenn du aber heute die Einheimischen fragst, wo im Lande ihrer Meinung nach am meisten Tee getrunken wird, werden sie als Antwort vermutlich die Stadt Erzurum nennen. Hier hat sich das Teetrinken wohl am meisten kulturell eingeprägt.

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Ayran

Ein auch bei uns in Deutschland sehr bekanntes Getränk ist Ayran. Viele hierzulande trinken es gerne zu einem Döner oder auch nur einfach so. Gerade im Sommer ist es in der Türkei sowohl bei älteren als auch bei jüngeren Generationen sehr beliebt. Tatsächlich ist seine Geschichte sogar noch älter als die des türkischen Tees. Sie reicht nämlich so weit zurück, dass schon die nomadischen Turkvölker das Getränk herstellen, welches traditionell aus Salz, Wasser und Joghurt zubereitet wird.

Die Türken trinken es am liebsten zu Fleischgerichten. Obwohl in der Türkei auch viel abgepackter Ayran verkauft wird, welcher auch nicht schlecht schmeckt, solltest du nicht die Gelegenheit verpassen, in einem Café ein selbstgemachtes Glas Ayran mit viel Schaum zu probieren. Wenn du dich jetzt fragst, wo in der Türkei Ayran am besten schmeckt, dann sei dir gesagt, dass dafür vor allem die Provinz Balıkesir, genauer gesagt die kleine Stadt Susurluk, für ihren Ayran bekannt ist. Was hier nämlich anders gemacht wird ist, dass der Ayran mit Hochgeschwindigkeitspumpen durch einen Wasserhahn gepumpt wird und so besonders schaumig wird.

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Raki

Celebrating concept at the dinner table.

Wenn es für dich im Urlaub gerne auch einmal etwas Alkoholisches sein darf, dann solltest du das nationale alkoholische Getränk der Türkei, Raki, probieren. In der Türkei wird es wegen seiner milchigen Farbe auch als Aslan Sütü bezeichnet, was übersetzt „Löwenmilch“ bedeutet – zur Erklärung: Raki ist eine starke Spirituose. Er wird aus Rosinen und Trauben hergestellt und mit Anis aromatisiert, was ihm seinen starken Anisgeschmack verleiht.

Da das Getränk an sich sehr stark ist, wird es mit Wasser vermischt, wodurch die typische milchige Farbe entsteht. Raki ist dem griechischen Ouzo sehr ähnlich, wobei ein Unterschied ist, dass bei der Produktion von Ouzo Fenchelsamen benutzt werden, was bei Raki nicht der Fall ist. Getrunken wird Raki übrigens vor allem zu Vorspeisen und Fisch. Die „Stadt des Rakis“ ist eindeutig Istanbul. Seit mehr als 500 Jahren wird hier „Raki Sofrasi“ getrunken, dabei bezieht sich „Sofra“ auf den Tisch, an dem der Raki getrunken wird.

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Türkische Spezialitäten: Desserts

Nach dem Hauptgang darf es gerne auch mal ein Nachtisch sein. Die Türken sind bekannt dafür, dass ihre Desserts extrem sind. Dies soll dich aber nicht abschrecken, es gibt so viel Auswahl, dass für jeden etwas dabei ist.

Baklava

Top View Turkish Dessert Baklava

Baklava zählt mit zu den bekanntesten türkischen Spezialitäten und darf somit auch auf unserer Liste nicht fehlen. Dabei sei dir schon vorab gesagt, dass es nicht nur eine Baklava-Variante gibt. Obwohl das Grundrezept sich meist ähnelt, wird Baklava von Region zu Region doch einzigartig zubereitet. Grundsätzlich besteht das Dessert aus einem hauchdünnen Teig, welcher zusammengerollt und mit Nüssen gefüllt wird. Oft wird dabei Blätterteig verwendet, in manchen Teilen des Landes wird aber auch Yufka benutzt.

Die besondere Süße entsteht durch den Honig- oder Zuckersirup; dieser verleiht Baklava seinen typischen Geschmack. Was die Füllung angeht, so werden dabei alle erdenklichen Nusssorten benutzt; in Antalya wird das Dessert zum Beispiel gerne mit Walnüssen gefüllt. Neben dem klassischen Baklava gibt es übrigens noch viele Unterarten. Serviert wird es aber meistens mit einem türkischen Cay oder auch einem traditionellen türkischen Kaffee. Das Bittere im Kaffee passt perfekt zu dem ziemlich süßen Baklava.

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Lokum

Eine neben Baklava sehr bekannte und sehr beliebte Spezialität aus der Türkei ist Lokum. Auch wenn du den Namen vielleicht noch nicht gehört hast, hast du die bunten, süßen Würfel bestimmt schon einmal gesehen. Es wird vermutet, dass Lokum erstmals in Konstantinopel, also im heutigen Istanbul, erfunden wurde und somit eine lange Geschichte hat.

Später wurde es dann durch Seefahrer auf der ganzen Welt verbreitet. Das Dessert ist relativ leicht herzustellen, denn es besteht aus einem Gemisch aus Stärke und Zucker sowie Fruchtsaft. Diese Mischung wird mehrere Stunden lang gekocht und dann so lange stehen gelassen bis sich die Masse festigt. Anschließend wird sie in Würfel geschnitten und in Kokosraspeln oder Puderzucker gewälzt. Ursprünglich, war Lokum noch gelblich und transparent, heute ist es in allen möglichen Farben zu finden. In so gut wie jeder türkischen Stadt gibt es einen Lokum-Meister, so kannst du es frisch und nicht abgepackt kaufen.

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Türkische Spezialitäten: Deftiges

Um komplett in die türkische Kultur eintauchen zu können, solltest du unbedingt auch die vielen leckeren Hauptspeisen probieren.. Viele der traditionellen Gerichte haben eine lange Geschichte und werden auch heute noch jeden Tag von Tausenden Menschen zubereitet. Lese dich durch unsere Empfehlungen und tauche ein in die kulinarische Türkei.

Mercimek çorbasi

Dieses Gericht ist in Deutschland eher weniger bekannt und genau deswegen möchte ich dir vorstellen. Mercimek çorbasi heißt wörtlich übersetzt Linsensuppe. Von all den Suppen, die es in der türkischen Küche gibt, ist sie mit Abstand am beliebtesten. Wie bei vielen anderen traditionellen Gerichten gibt es bei der Linsensuppe auch je nach Region verschiedene Zubereitungsarten. Klassisch werden aber Linsen und Gewürze püriert; garniert wird das Ganze dann mit Koriander. Außerdem wird Mercimek çorbasi fast immer mit einer Zitrone angerichtet, deren Saft du dann in die Suppe ausdrücken kannst.

Besonders als Vorspeise eignet sich die Suppe, dabei wird sie oft zusammen mit Fladenbrot gegessen. Türken essen Suppen aber den ganzen Tag über. Strenggenommen werden die meisten türkischen Suppen aber nicht gelöffelt, sondern wegen ihrer flüssigen Konsistenz oft getrunken. Da Mercimek çorbasi wirklich in der ganzen Türkei beliebt ist, ist es schwer eine Stadt zu nennen, in welcher sie entstanden ist, oder in welcher sie heute am besten schmeckt – probiere dich also einfach durch.

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Manti

Nudeln und Pasta sind allseits beliebt. Wenn du auch in deinem Türkei-Urlaub nicht auf diese Dinge verzichten möchtest, dann darfst du dir Manti nicht entgehen lassen. Diese Yufka-Teigtaschen werden mit Hackfleisch gefüllt und sind mit Tortellini oder Ravioli vergleichbar. Oft werden sie anstatt mit Fleisch mit Linsen gefüllt und eignen sich so auch für Vegetarier.

Traditionell werden sie zusammen mit Knoblauch-Joghurtsauce und Olivenöl angerichtet. Das rote Gewürz, das du oft auch auf Manti finden wirst, ist meist Sumach. Manti ist ein recht aufwendiges Gericht, weswegen sich hierfür gerne die ganze Familie versammelt und mit Liebe die Teigtaschen herstellt. Vor allem in Anatolien, wie in der Stadt Van, ist es ein beliebtes Gericht.

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Köfte

Wenn du Fleischliebhaber bist, dann wirst du mit Köfte sicher auf deine Kosten kommen. So nennen sich die Hackfleischbällchen bei den Türken; wörtlich übersetzt bedeutet das Wort aber einfach nur „Zerstampftes“. Je nach Region werden die Bällchen entweder aus Rinder-, Lamm- oder Geflügelhackfleisch zubereitet. Sie werden kräftig gewürzt, sodass sie einen deutlich intensiveren Geschmack als deutsche Frikadellen besitzen.

Im Normalfall werden sie als Hauptmahlzeit und zusammen mit Bulgursalat serviert, welcher ebenfalls ein traditionelles türkisches Gericht darstellt. Dabei gibt es verschiedene Köfte-Sorten, sogar eine Variation, bei der das Fleisch roh gelassen wird: Çiğ Köfte wird diese genannt. Auch wenn sich rohes Fleisch anfangs etwas komisch anhören mag, sollen Çiğ Köfte schon zur Zeit Abrahams ein sehr leckeres und beliebtes Gericht gewesen sein. Köfte werden überall in der Türkei gerne gegessen, besonders beliebt sind sie allerdings in Izmir.

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Über die*den Autor*in

Sarah SteinerSarah bereist gerne die Welt in ihrem alten Feuerwehrbus, der ihr ultimatives persönliches Zuhause ist. Mit einem verspielten Herzen und lachenden Blick in die Welt, liebt sie es, ehrliche Menschen zu treffen und flexibel im Leben zu bleiben. Den Sommer verbringt sie am Strand, im Winter findet sie direkt den Weg zu ihren liebsten Snowboard-Spots.  

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